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China Knigge
Im China-Knigge werden einige der wichtigsten Verhaltensweisen und Eigenarten aufgeführt und erläutert.

Das Verhalten und die Kultur der Chinesen kommt Menschen aus dem Westen manchmal recht fremdartig und undurchschaubar vor. Das ist sie aber nicht unbedingt — trotz aller Versuche der Mystifizierung.

Einige Verhaltensweisen sind aber durchaus anders — und manche Verhaltenweise mag einem "Westler" durchaus etwas eigentartig oder abstoßend vorkommen.

Andererseits geht es den meisten Chinesen genauso, wenn sie unverhofft auf westliche Verhaltensweise stoßen. Im Grunde sitzt man mit seinem chinesischen Gegenüber also im gleichen Boot.

In unserem China-Knigge haben wir einige der wichtigsten Verhaltensweisen und Eigenarten aufgeführt und erläutert. Bedenken Sie jedoch, dass es zum Teil in China auch regionale Unterschiede gibt.


Glücksbringer und Symbolik

Glückszahlen und Farbenlehre sowie deren Symbolik in China.

Symbolik in Zusammenhang mit Glücksbringern und Unglücksbringern genießt in China eine sehr weite Verbreitung, und sollte beachtet werden, wenn man als Gast nicht ins Fettnäpfchen treten möchte.

Dies gilt besonders dann, wenn die Symbolik im Westen eine genau gegenteilige Bedeutung hat.


Chinesischen Farbenlehre

Anders als im Westen, wo Weiß die Farbe für Unschuld und Reinheit ist, und weiße Kleidung üblicherweise von der Braut auf einer Hochzeit getragen wird, ist die Farbe Weiß in China ein Zeichen von Trauer und Unglück. Weiße Kleidung trägt man zum Beispiel auf einer Beerdigung. Bei einer Hochzeit trägt die Braut statt dessen vor allem Rot, die Farbe des Glückes und des Wohlstands.

Und auch sonst ist die Farbe Rot in China allgegenwärtig. Das hat weniger etwas mit der kommunistischen Regierung zu tun, sondern damit, dass Rot in beinahe allen Fällen eine positive Bedeutung hat. Die einzige Ausnahem stellt das Benutzen roter Tinte in Briefen dar, auf die man verzichten sollte. Rote Briefumschläge, zum Beispiel bei Begleitschreiben zu Geschenken, sind jedoch gern gesehen.

Eine weitere wichtige Farbe in China ist Gelb, die Farbe der chinesischen Kaiser. Wie auch in Europa, gab es im kaiserlichen China strenge Kleiderordnungen für die Untertanen. Gelb war die Farbe, die oft nur den Kaisern und Königen vorbehalten war. Und in Putonghua, also der chinesischen Sprache, die im Westen Mandarin genannt wird, wird das chinesischen Schriftzeichen für Kaiser auch genau so ausgesprochen, wie das Schriftzeichen für die Farbe Gelb, nämlich huang.


Chinesische Glückszahlen

Auch mit Zahlen ist in China allerlei Mystik verbunden. Ähnlich wie bei uns in Deutschland die Zahl 13, gibt es auch in China Zahlen, die den Ruf genießen Unglück zu bringen, und solche die als positive Symbole gelten.

In China gelten die Zahlen Vier (4), Sieben (7) und Zehn (10) als Unglückszahlen. Die Aussprache von Vier (si) und Zehn (shi) in Putonghua hört sich ähnlich an wie die Aussprache des Wortes "Tod". Die Aussprache des Wortes sieben (qi) hört sich ähnlich an wie das Wort für "fortgegangen". Bei Einladungen gilt es außerdem, möglichst eine gerade Zahl von Gästen einzuladen, um Unglück fernzuhalten.

Zahlen mit positiver Konotation sind die 6, die 8 und die 9, da ihre Aussprache ähnlich der einiger positiver Wörter ist. Das Wort für 6 in Putonghua ist liu, was auch soviel bedeutet wie problemlos oder erfolgversprechend. Die Zahl 8 wird in Kontonesisch fa ausgesprochen. Eine weitere Bedeutung des Wortes ist bevorstehender Reichtum.

Die Zahl 9 wird auf Putonghua als Jiu ausgesprochen, was an das Wort für "für immer" erinnert, und vor allem im Zusammenhang mit Freundschaft gebraucht wird.

Zahlen, die mit 6, 8 oder 9 enden, bedeuten also etwas positives. Den "Aberglauben" in Verbindung mit Zahlen kann man in China zum Beispiel beobachten, wenn es um Telefonnummern von Unternehmen geht oder um Zimmernummern von Hotels. Ähnlich wie es in Europa oft keine 13. Etage in Hotels gibt.


Tischsitten

Tischsitten beim Essen in China.

Zufallsbild aus unserer Bildergalerie Impressionen aus China

Gerade zum ersten Mal in China angekommen, sitzt man nun also mit einem Schwung Chinesen zusammen in einem separaten Raum eines Restaurants an einem Tisch und lächelt sich gegenseitig an. Am liebsten würde man die Nervosität mit einer Zigarette "bekämpfen", aber: darf man nun einfach rauchen? Was würden die Gastgeber sagen?

Chinesische Tischmanieren

Das sei zunächst gesagt: Viele Chinesen rauchen gern und auch beim Essen. Und zwar nicht nur vorher oder hinterher, sondern durchaus auch zwischendurch. Einem Europäer mag es etwas eigenartig erscheinen, wenn ein Chinese, in der rechten Hand die Essstäbchen und in der linken eine qualmende Zigarette haltend, es sich schmecken lässt. Die chinesische Philosophie beim Essen ist jedoch, es sich gutgehen zu lassen.

Dem entsprechend sind die Tischsitten und Tischmanieren in China auch weniger restriktiv wie die europäischen. Einige Regeln sollte man jedoch unbedingt beachten!

Niemals die Essstäbchen in den Reis hineinstecken, so dass sie stehen bleiben. Ein Stäbchen wird nur bei einer Beerdigung in den Reis hineingesteckt, und ist ein Symbol für den Toten. Dies beim Essen zu tun würde also mehr als unpassend sein und (was viel schlimmer ist) ein böses Ohmen darstellen. Die Essstäbchen sollten immer neben den Teller gelegt werden, so dass die Griffseite auf dem Tisch aufliegt, und die Mundseite auf einem der Schälchen oder dem Knochenteller. Oft gibt es für die Essstäbchen auch extra ein kleines Porzelan-Bänkchen, auf das die Mundseite gelegt werden kann.

Niemals bei Tisch die Nase schnäuzen, sich die "Ausbeute" betrachten und das gebrauchte Taschentuch wieder in die Hose hineinstopfen. Man sollte sich bei Tisch überhaupt nicht die Nase schnäuzen. Man geht in China zum Nase putzen auf die Toilette.

Niemals die eigene Zigarettenschachtel herausholen, sich eine Zigarette nehmen, und dann die Schachtel wieder in der Tasche verschwinden lassen, ohne allen anderen am Tisch eine Zigarette angeboten zu haben.

Was chinesischen Tischsitten beim Essen erlauben

Chinesen Essen gerne und lassen es sich beim Essen gerne gutgehen. Das sieht und hört man, wenn man danebensitzt. Als Europäer mag einem so maches Verhalten eigenartig bis befremdlich erscheinen. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass auch unsere europäischen Tischsitten im Grund ja nichts weiter sind als willkürlich gewachsende Liste von Verboten und Geboten. Letztendlich also alles eine Frage der Gewohnheit.

Am bekanntesten ist wohl die Tatsache, dass Chinesen beim Essen nicht sonderlich auf die Geräuschentwicklung achten. Man sollte sich an deutlichem Schmatzen oder Schlürfen also nicht stören, denn es gehört in China zum Essen dazu. Das heißt aber nicht, dass man vor lauter "Geschlürfe" sein eigenes Wort nicht mehr verstünde, sondern nur, dass gelegendliche Geräusche nichts ist, dessen man sich schämen müsste oder das gegen die guten Manieren oder Tischsitten verstoßen würde.

Genauso ist es auch erlaubt, mit vollem Mund zu reden oder mitten während des Essens zu rauchen (gern auch mal gleichzeitig). Wenn man sich mit einem Zahnstocher die Zähne säubern möchte, dann sollte man allerdings eine Hand als Sichtschutz vor den Mund halten, während die andere mit dem Zahnstocher die Zähne von Speiseresten befreit.
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